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Zylinderrollenlager mit Käfig
Konstruktions- und Sicherheitshinweise
 
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Zulässige Schiefstellung

 

Es tritt keine signifikante Lebensdauerminderung ein, wenn die Schiefstellung des Innenringes gegenüber dem Außenring folgende Werte nicht überschreitet:

 
 
  • 4′ bei Lagern der Reihen 10, 19, 2, 3, 4
  • 3′ bei Lagern der Reihen 22, 23.
 
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Axiale Tragfähigkeit

 

Die axiale Tragfähigkeit hängt ab von:

 
 
  • der Größe der Gleitflächen zwischen den Borden und den Stirnflächen der Wälzkörper
  • der Gleitgeschwindigkeit an den Borden
  • der Schmierung in den Kontaktflächen
  • der Lagerverkippung.
 
   
achtung  

Belastete Borde müssen auf der gesamten Höhe unterstützt werden!

 
 

Die zulässige Axialbelastung Fa zul darf nicht überschritten werden, um unzulässig hohe Erwärmung zu vermeiden!

 
 

Die axiale Grenzbelastung Fa max darf nicht überschritten werden, um unzulässige Pressungen in den Kontaktflächen zu vermeiden!

 
 

Das Verhältnis Fa/Fr soll den Wert 0,4 nicht überschreiten!
Ständige axiale Belastung ohne gleichzeitige radiale Belastung ist nicht zulässig!

 
   

Zulässige und maximale
axiale Belastung

 

imageref_39925259_de_de.gif

 
   
 

imageref_39926923_de_de.gif

 
 
Fa zul
N
Zulässige Axialbelastung
Fa max
N
Axiale Grenzbelastung
kS
Vom Schmierverfahren abhängiger Beiwert, siehe Tabelle
kB
Von der Baureihe des Lagers abhängiger Beiwert, siehe Tabelle
dM
mm
Mittlerer Lagerdurchmesser (d + D)/2, siehe Maßtabelle
n
min–1
Betriebsdrehzahl.
 
   

Beiwert kS
für das Schmierverfahren

 

Schmierverfahren1)
Beiwert kS
minimale Wärmeabfuhr, Tropfölschmierung, Ölnebelschmierung, geringe Betriebsviskosität (ν < 0,5 · ν1)
7,5
bis 10
wenig Wärmeabfuhr, Ölsumpfschmierung, Spritzölschmierung, geringer Öldurchsatz
10
bis 15
gute Wärmeabfuhr, Ölumlaufschmierung (Druckölschmierung)
12
bis 18
sehr gute Wärmeabfuhr, Ölumlaufschmierung bei Rückkühlung des Öls, hohe Betriebsviskosität (ν > 2 · ν1)
16
bis 24

 
 
______
 1    Legierte Schmieröle verwenden, beispielsweise CLP (DIN 51517) und HLP (DIN 51524) der ISO-VG-Klassen 32 bis 460 sowie ATF-Öle (DIN 51502) und Getriebeöle (DIN 51512) der SAE-Viskositätsklassen 75 W bis 140 W.
 
   

Lagerbeiwert kB

 

Baureihen
Lagerbeiwert kB
NJ2..-E, NJ22..-E, NUP2..-E, NUP22..-E
15
NJ3..-E, NJ23..-E, NUP3..-E, NUP23..-E
20
NJ4
22

 
 

Schiefstellung des Lagers, zum Beispiel durch Wellendurchbiegung, kann zur Wechselbeanspruchung der Innenringborde führen. In diesem Fall ist die axiale Belastung bis zu einer Lagerverkippung von maximal 2 Winkelminuten auf Fas zu begrenzen.

 
   
 

imageref_930806155_All.gif

 
 

Bei noch stärkeren Verkippungen ist eine gesonderte Festigkeits-­analyse erforderlich.

 
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Radiale Mindestbelastung

 

Bei Dauerbetrieb ist eine radiale Mindestbelastung in der Größenordnung von Fr min = C0r/60 erforderlich.

 
   
achtung  

Ist Fr min < C0r/60, bitte rückfragen!

 
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Dynamisch äquivalente Lagerbelastung

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Loslager

 

Für dynamisch beanspruchte Lager gilt:

 
 

imageref_39928587_de_de.gif

 
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Stütz- und Festlager

 

Wirkt außer der Radialkraft Fr auch eine Axialkraft Fa, ist das Belastungsverhältnis zu berücksichtigen.

 
   

Belastungsverhältnis und
dynamisch äquivalente Belastung

 

Belastungsverhältnis
Dynamisch äquivalente Belastung
imageref_29905675_de_de.gif   P = Fr
imageref_29907339_de_de.gif   P = 0 ,92 · Fr + Y · Fa

 
 
P
 N
Dynamisch äquivalente Lagerbelastung für kombinierte Belastung
Fa
 N
Axiale dynamische Lagerbelastung
Fr
 N
Radiale dynamische Lagerbelastung
e, Y
Faktoren siehe Tabelle Faktoren e und Y.
 
   

Faktoren e und Y

 

Baureihe
Berechnungsfaktoren
e
Y
NJ2, NUP2, NJ3, NUP3, NJ4
0,2
0,6
NJ22, NUP22, NJ23, NUP23
0,3
0,4

 
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Statisch äquivalente Lagerbelastung

 

Für statisch beanspruchte Lager gilt:

 
   
 

imageref_39930251_de_de.gif

 
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Gestaltung der Lagerung

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Wellen- und Gehäusetoleranzen

 

Empfohlene Wellentoleranzen für Radiallager mit zylindrischer Bohrung, siehe Tabelle. Empfohlene Gehäusetoleranzen für Radiallager, siehe Tabelle

 
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Axiale Befestigung

 

Damit die Lagerringe seitlich nicht wandern, müssen sie kraft- oder formschlüssig fixiert werden.

 
 

Die Anlageschultern (Welle und Gehäuse) sind ausreichend hoch und rechtwinklig zur Lagerachse auszuführen.

 
 

Der Übergang von der Lagersitzstelle zur Anlageschulter ist mit einer Rundung nach DIN 5 418 oder einem Freistich nach DIN 509 zu gestalten. Die Kleinstwerte der Kantenabstände r in den Maßtabellen sind zu beachten.

 
 

Bei Stützlagern reicht eine einseitige Abstützung der Lagerringe an dem Bord, der die Axiallast aufnimmt.

 
   
achtung  

Die kraftübertragenden Borde axial belasteter Lager sind immer voll zu unterstützen!

 
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