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Axial-Schrägkugellager
Konstruktions- und Sicherheitshinweise
 
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Nominelle Lebensdauer

 

Zur Bestimmung der Lagergröße sind die nominelle Lebensdauer, die statische Tragsicherheit und die axiale Grenzbelastung maßgebend. Die Lebensdauer L und Lh wird berechnet nach:

 
   
 

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imageref_1159109643_All.gif

 
 
L10
 106 Umdrehungen
Nominelle Lebensdauer in Millionen Umdrehungen
L10h
 h
Nominelle Lebensdauer in Betriebsstunden
Cr, Ca
 N
Dynamische radiale oder axiale Tragzahl nach MaßtabelleCr gilt für Druckwinkel α ≦ 45°,
Ca gilt für Druckwinkel α > 45°
P
 N
Dynamisch äquivalente Lagerbelastung
p
Lebensdauerexponent p = 3
n
 min–1
Betriebsdrehzahl.
 
   

Resultierende und äquivalente Lagerbelastung P für ZKLR

 

Lagereinheit
Kurzzeichen
Faktor
P
ZKLR0624-2Z
P = 140 + 0,13 Fa1,4 + 0,003 · Fr1,9
ZKLR0828-2Z
P = 210 + 0,28 Fa1,27 + 0,002 · Fr1,9
ZKLR1035-2Z
P = 240 + 0,47 Fa1,17 + 0,0015 · Fr1,9
ZKLR1244-2RS
P = 580 + 0,046 Fa1,3 + 0,076 · Fr1,28
ZKLR1547-2RS
P = 540 + 0,011 Fa1,5 + 0,022 · Fr1,45
ZKLR2060-2RS
P = 960 + 0,0082 Fa1,5 + 0,017 · Fr1,45

 

Statische Grenzlastdiagramme für ZKLR

 

Mit den anwenderfreundlichen statischen Grenzlastdiagrammen kann die Lagergröße der Baureihe ZKLR schnell überprüft werden, abhängig von der axialen und radialen Betriebslast, Bild 11 bis Bild 13. Ausschlaggebend ist, dass der Schnittpunkt von Axiallast und Radiallast unterhalb der Grenzlinie liegt.

 
 

Beispiel: Liegen die Betriebslasten Fa und Fr unterhalb der Grenzlinie, ist die Größe des Lagers für die Anwendung geeignet, siehe Beispiel Bild 13.

 
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Resultierende und äquivalente Lagerbelastung P für ZKLN, ZKLF, ZKLFA, DKLFA, BSB, 7602, 7603

 

Die Lager sind bei Verwendung der empfohlenen Nutmuttern und der Einhaltung des Mutter-Anziehdrehmoments axial definiert vorgespannt. Die daraus resultierende axiale Lagerbelastung Fa res ist anhand der axialen Betriebslast FaB und unter Berücksichtigung der axialen Vorspannung nach Bild 1, bis Bild 5, zu ermitteln. Für 7602, 7603 und BSB beziehen sich die Fa res-Diagramme auf 2er-Sätze in O- oder X-Anordnung, siehe Link. Bei anderer Satzkombinationen bitte rückfragen.

 
   
achtung  

Eine Belastung über den Grenzwert führt zum Abheben der entlasteten Wälzkörperreihe! Dadurch erhöht sich bei schnellen Beschleunigungsvorgängen der Verschleiß! Bei extremen Momentenbelastungen und statisch überbestimmten Systemen (Fest-Fest-Lagerung) bitte rückfragen! Das Berechnungsprogramm BEARINX® ermöglicht hierzu eine exakte Auslegung!

 
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Axiale und radiale Betriebslasten

 

Bei reiner Axialbelastung ist P = Fa res. Treten zusätzlich radiale Betriebslasten auf, ist P zu berechnen nach:

 
 

imageref_1075625611_All.gif

 
 

Die Werte X und Y enthält die folgende Tabelle.

 
   

Beiwerte X und Y

 

Belastungsverhältnis
Beiwert
X
Y
imageref_50752651_de_de.gif   1,9
0,55
imageref_50754827_de_de.gif   0,92
1

 
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Stufenweise veränderliche Beanspruchung

 

Hier werden P und n berechnet nach (q = Zeitanteil %):

 
 

imageref_50757003_de_de.gif

 
   
 

imageref_50759179_de_de.gif

 
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Statische Tragsicherheit

 

Die statische Tragsicherheit S0 gibt die Sicherheit gegen die unzulässigen bleibenden Verformungen im Lager an:

 
 

imageref_467796235_All.gif

 
 
S0
Statische Tragsicherheit
C0r, C0a
 N
Statische radiale oder axiale Tragzahl nach MaßtabelleC0r gilt für Druckwinkel α ≦ 45°, C0a gilt für Druckwinkel α > 45°
P0
 N
Maximale statische Belastung des Lagers.
 
   
achtung  

S0 soll bei Werkzeugmaschinen ≧ 4 sein!

 
   
Beispiel (rote Linien)
Lager ZKLN1545
Axiale Betriebslast FaB = 1500 N Fa res ≈ 1750 N
Belastung durch Betriebslast und Vorspannung

FaB = Betriebslast
Fa res = Resultierende Lagerbelastung
° = Grenzwert

Bild 1
Resultierende Lagerbelastung ZKLN, ZKLF und ZKLFA, bis d = 17 mm

 

imageref_50763531_de_de.gif

 
   
FaB = Betriebslast
Fa res = Resultierende Lagerbelastung
° = Grenzwert

Bild 2
Resultierende Lagerbelastung ZKLN, ZKLF, ab d = 20 mm bis 50 mm

 

imageref_50765707_de_de.gif

 
   
FaB = Betriebslast
Fa res = Resultierende Lagerbelastung
° = Grenzwert

Bild 3
Resultierende Lagerbelastung ZKLN, ZKLF, schwere Reihe

 

imageref_50767883_de_de.gif

 
   
FaB = Betriebslast
Fa res = Resultierende Lagerbelastung
° = Grenzwert

Bild 4
Resultierende Lagerbelastung ZKLN, ZKLF, ab d = 60 mm

 

imageref_50770059_de_de.gif

 
   
FaB = Betriebslast
Fa res = Resultierende Lagerbelastung
° = Grenzwert

Bild 5
Resultierende Lagerbelastung ZKLN..-2AP und ZKLF..-2AP

 

imageref_50772235_de_de.gif

 
   
FaB = Betriebslast
Fa res = Resultierende Lagerbelastung
° = Grenzwert

Bild 6
Resultierende Lagerbelastung BSB

 

imageref_59430795_de_de.gif

 
   
FaB = Betriebslast
Fa res = Resultierende Lagerbelastung
° = Grenzwert

Bild 7
Resultierende Lagerbelastung 7602012 bis 7602045

 

imageref_59432971_de_de.gif

 
   
FaB = Betriebslast
Fa res = Resultierende Lagerbelastung
° = Grenzwert

Bild 8
Resultierende Lagerbelastung 7602050 bis 7602100

 

imageref_59435147_de_de.gif

 
   
FaB = Betriebslast
Fa res = Resultierende Lagerbelastung
° = Grenzwert

Bild 9
Resultierende Lagerbelastung 7603020 bis 7603065

 

imageref_59437323_de_de.gif

 
   
FaB = Betriebslast
Fa res = Resultierende Lagerbelastung
° = Grenzwert

Bild 10
Resultierende Lagerbelastung 7603070 bis 7603100

 

imageref_59439499_de_de.gif

 
   
Fa = Axiallast
Fr = Radiallast

Bild 11
Statische Grenzlastdiagramme  ZKLR

 

imageref_50780939_de_de.gif

 
   
Fa = Axiallast
Fr = Radiallast

Bild 12
Statische Grenzlastdiagramme  ZKLR

 

imageref_50783115_de_de.gif

 
   
Fa = 300  N
Fr = 600  N
Lager ist statisch geeignet, da der Schnittpunkt Fa/Fr unterhalb der Grenzlinie liegt.

Bild 13
Statisches Grenzlastdiagramm – Beispiel ZKLR1035-2Z

 

imageref_50785291_de_de.gif

 
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Maximale Radiallast der Schraubenverbindung für ZKLF

 

Werden Lager der Baureihe ZKLF an eine plane Anschluss­konstruktion geschraubt, muss die maximal übertragbare Radiallast der Schraubenverbindung berücksichtigt werden.

 
 

Bei Verwendung der in den Maßtabellen angegebenen Schrauben nach DIN EN ISO 4 762 wird die maximal übertragbare Radiallast bis zum Verrutschen des Außenringes bei trockenen Bauteilen auf ≈ 0,1×C0a begrenzt. Ein zusätzliches Verkleben des Außenrings mit zum Beispiel Loctite 638 erhöht die maximal zu übertragende Radiallast auf ≈ 0,5×C0a.

 
 

Betrachtet man die maximal übertragbaren Radiallasten (ohne Axiallastanteil) bezogen auf den Wälzkörpersatz, so zeigt sich:

 
 
  • Bei einer für Werkzeugmaschinen geforderten statischen Tragsicherheit von S0 ≧ 4 liegt die durch die Außenring­verschraubung übertragbare Last in jedem Falle über der durch den Wälzkörpersatz begrenzten Radiallast.
 
 

Das heißt, dass (zumindest theoretisch) Radialkräfte übertragen werden können, die bezogen auf den Wälzkörpersatz zu einer statischen Tragsicherheit von S0 ≦ 1 (beginnende plastische Verformung der Wälzkörper) führen, wenn der Außenring zusätzlich verklebt wird.

 
 

Dies bedeutet, dass unter normalen Auslegungskriterien und der für die entsprechenden Anwendungsbereiche (zum Beispiel S0 = 4 für Werkzeugmaschinen) maßgebenden Tragsicherheit immer der Wälzkörpersatz das ausschlaggebende Kriterium ist.

 
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Zulässige statische Axialbelastung für ZKLF

 

Bei Lagern der Baureihe ZKLF beträgt die zulässige statische Axialbelastung in Verschraubungsrichtung, Bild 14:

 
   
 

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Die statische axiale Tragzahl C0a ist in den Maßtabellen angegeben.

 
   
ZKLF

Bild 14
Statische Axialbelastung in Verschraubungsrichtung

 

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Gestaltung der Anschlusskonstruktion

 

Anschlusskonstruktion (Welle und Gehäuse) nach den Angaben in den Maßtabellen gestalten.

 
 

Abstützdurchmesser der Wellen- und Gehäuseschulter da und Da nach Maßtabellen einhalten.

 
   
achtung  

Da und da sind empfohlene Mindestabstützdurchmesser! Bei abweichender Festlegung Borddurchmesser d1 nach Maßtabellen beachten!

 

Für gepaarte Lager

 

Bei gepaarten Lagern der Baureihe ZKLN und ZKLF die Tiefe der Gehäusebohrung so festlegen, dass der Außenring des außenliegenden Lagers mindestens über 1/4 seiner Breite radial unterstützt ist.

 
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Drehzahlen

 

Die in den Maßtabellen angegebenen Grenzdrehzahlen nG basieren auf folgenden Bedingungen:

 
 
  • Lager vorgespannt, ohne äußere Betriebslast
  • Einschaltdauer 25%
  • max. Beharrungstemperatur +50 °C.
 
 

Bei günstigen Umgebungseinflüssen kann auf eine schleifende Abdichtung verzichtet und ein Lager mit Spaltdichtung (Nachsetz-zeichen 2Z) verwendet werden. Die Grenzdrehzahl dieser Lager ist im Vergleich zu schleifend abgedichteten Axial-Schrägkugellagern annähernd doppelt so hoch.

 
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Reibung

 

Für die meisten Anwendungen führt die Vorspannung der Lager über das Nutmutter-Anziehdrehmoment zu ausreichend genauen Einstellwerten. Das Anziehdrehmoment MA nach Maßtabelle in Verbindung mit einer INA-Präzisions-Nutmutter ist hierbei die Referenz.

 
 

Das in den Maßtabellen angegebene Reibungsmoment MRL ist ein Richtwert. Die Reibungsmomente beziehen sich bei den Lagern der Baureihen ZKLN, ZKLF, ZKLFA, DKLFA, 7602..-2RS, 7603..-2RS, BSB..-2RS und ZKLR auf Fettschmierung, gemessen bei einer Drehzahl von n = 5 min–1.

 
 

Bei offenen Lagern der Baureihen 7602, 7603 und BSB bezieht sich das Reibungsmoment MRL auf leicht geölte Laufbahnen.

 
 

Zur Dimensionierung des Antriebs müssen das Anfahrreibungs­moment und das Reibungsmoment bei hohen Drehzahlen von 2 bis 3×MRL berücksichtigt werden.

 

Dichtungsreibung

 

Bei Axial-Schrägkugellagern mit schleifender Dichtung (Nachsetzzeichen 2RS) ist der Anteil der Dichtungsreibung nicht zu vernachlässigen. Die Dichtung beeinflusst die Drehzahlgrenzen.

 
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Reibungsleistung

 

Die Reibungsleistung NR der Lager kann errechnet werden nach:

 
   
 

imageref_50791819_de_de.gif

 
 
NR
 W
Reibungsleistung
MRL
 Nm
Lagerreibungsmoment
n
 min–1
Betriebsdrehzahl.
 
 

Bei einer Wärmebilanz-Betrachtung müssen die verschiedenen Betriebsdrehzahlen ni entsprechend ihren Zeitanteilen qi berücksichtigt werden.

 
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Schmierung

 

Lager für Gewindetriebe können mit Fett oder Öl geschmiert werden. Bei Werkzeugmaschinen sollte die mittlere Lagertemperatur jedoch +50 °C nicht überschreiten. Ist das der Fall, kann ein Schmier­verfahren ohne Wärmeabfuhr gewählt werden, wie zum Beispiel Fettschmierung oder Ölimpulsschmierung.

 
   
achtung  

Bei höheren Lagertemperaturen und offenen Lagern ist eine Ölumlaufschmierung einzusetzen!

 

Fettschmierung

 

Die nachschmierbaren Lager der Baureihen ZKLN, ZKLF, ZKLFA und DKLFA sind befettet mit einem Lithiumseifenfett GA28 und werden vorzugsweise fettgeschmiert betrieben. Die Erstbefettung reicht in den meisten Fällen für die Gebrauchsdauer der Lager.

 
 

Bei bestimmten Anwendungsbedingungen kann eine Nach­schmierung erforderlich sein. Dazu eignet sich Arcanol MULTITOP. Die Erstbefettung ist mit Schmierfetten auf Mineralölbasis verträglich.

 
 

Für die rechnerische Prüfung der Schmierfett-Gebrauchsdauer oder Nachschmierfrist bitte rückfragen.

 
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Nachschmierfrist

 

Die Nachschmierfristen können im Voraus nicht genau bestimmt werden. Sie hängen im Wesentlichen ab von den Betriebs­bedingungen und den Umwelteinflüssen wie Temperatur, Schmutz, Staub, Wasser und Ähnlichem.

 
   
 

Lager grundsätzlich nachschmieren:

 
 
  • vor und nach längerem Stillstand
  • bei hohem Feuchtigkeitsanfall
  • innerhalb der festgelegten Schmierintervalle nach technischem Angebotsschreiben!
 
 

Bei folgenden Anwendungen bitte rückfragen:

 
 
  • wenn die Lager stehen
  • bei Vibrationen
  • bei sehr kleinen oszillierenden Bewegungen!
 
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Nachschmiermenge

 

Falls die Lager der Baureihen ZKLN, ZKLF, ZKLFA und DKLFA aufgrund der Anwendungsbedingungen nachgeschmiert werden müssen, Nachschmiermengen bitte anfragen.

 
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Ölschmierung

 

Davon abweichende Schmierverfahren, wie Ölimpuls- oder Ölumlaufschmierung, sind ebenso möglich. Zur Ölschmierung haben sich Schmieröle CLP nach DIN 51517 und HLP nach DIN 51524 der ISO-VG 32 bis ISO-VG 100 bewährt.

 
 

Ist für die Baureihen ZKLN und ZKLF Ölimpulsschmierung vorgesehen, sind Spaltdichtungen vorteilhaft. Sie verhindern, dass Schmutz in das Lager eindringt und ermöglichen, dass das Öl aus dem Lager austreten kann. Damit wird ein Überschmieren vermieden.

 
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Montagehinweise

   
achtung  

Lager nur nach den Angaben in der Einbau- und Wartungsanleitung TPI 100 ein- und ausbauen! Die TPI kann angefordert werden!

 
 

Beim Einbau der Lager Montagekräfte nur auf den zu montierenden Lagerring aufbringen! Montagekräfte nie über Wälzkörper oder Dichtringe leiten!

 
 

Die Eigenschaften der Lager gelten nur in Verbindung mit INA‑Präzisions-Nutmuttern und den dazugehörigen Anziehdreh­momenten in den Maßtabellen!

 
 

Axial-Schrägkugellager sind selbsthaltend, die einzelnen Lager­bauteile aufeinander abgestimmt! Die Innenringe dürfen beim Ein- und Ausbau nicht aus dem Lager entfernt werden! Werden einzelne Lagerkomponenten aus dem Lager entfernt, vor der Wiedermontage rückfragen!

 

Außenring mit Gewindering fixieren bei ZKLN, 7602, 7603, BSB

 

Axial-Schrägkugellager ZKLN, 7602, 7603 und BSB müssen im Gehäuse und auf der Welle spielfrei fixiert und beim Einbau axial vorgespannt werden. Die axiale Vorspannkraft muss gleichmäßig über den Umfang verteilt sein, um Deformationen der Laufbahnen zu vermeiden.

 
 

Außenringe mit Gewindering (nicht Teil des Lieferumfangs) axial mit der Vorspannkraft nach Maßtabelle verspannen, Bild 15. Gewindering gegen Lösen sichern (zum Beispiel Loctite 638).

 
 

Gewinderinge mit einem Planlauf von max. 5 μm bringen die Vorspannkraft gleichmäßig auf die Lagerringe auf und sind deshalb der Befestigung mit einem Deckel vorzuziehen.

 
   
ZKLN, 7602, 7603, BSB
Medias/00016410_mei_in_0k_0k.gif Gewindering

Bild 15
2er Satz in O-Anordnung, Nutmutter, Gewindering

 

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Außenring mit Deckel fixieren

 

Das Verspannen der Außenringe mit einem Deckel und Zylinderschrauben führt zu Deformation der Laufbahnen, Bild 16. Um die Deformation zu minimieren und die berechnete Lebensdauer zu erreichen:

 
 
  • Deckel ausreichend steif gestalten
  • Anzahl der Befestigungsschrauben entsprechend der Belastung wählen, jedoch mindestens vier Stück
  • Schrauben in vier Schritten über Kreuz festziehen (handfest, 40%, 70%, 100% von MA).
 
   
achtung  

Äußere axiale Vorspannkraft in der Maßtabelle einhalten! Abweichende Einstellwerte beeinflussen die Lagervorspannung, die Lagerreibung und damit die Erwärmung der Lagerstelle!

 
   
ZKLN, 7602, 7603, BSB
Medias/00016410_mei_in_0k_0k.gif Deckel
Medias/00016411_mei_in_0k_0k.gif Nutmutter
Medias/00016412_mei_in_0k_0k.gif Spalt vor Anzug der Deckel-Befestigungsschrauben

Bild 16
2er Satz in O-Anordnung, Nutmutter, Deckel

 

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Innenring mit Nutmutter fixieren

 

Axial-Schrägkugellager müssen beim Einbau durch eine Präzisions-­Nutmutter axial vorgespannt werden.

 
 

Beim Vorspannen der Lager über die Lager-Innenringe mit der empfohlenen Präzisions-Nutmutter sind die in den Maßtabellen angegebenen Anziehdrehmomente einzuhalten. Die Anziehdrehmomente für die einzelnen Lagergrößen sind nur für die aufgeführten INA-Präzisions-Nutmuttern gültig.

 
 

Die Vorspannkraft der Baureihe DKLFA wird gezielt auf Basis der Einsatzbedingungen (Lastkollektiv) ermittelt. Hierzu bitte anfragen.

 
 

Um Setzungserscheinungen entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, die Nutmutter zunächst mit dem zweifachen Wert des Anziehdrehmomentes MA anzuziehen und wieder zu entlasten. Erst dann ist sie mit dem angegebenen Anziehdrehmoment MA erneut anzuziehen. Abschließend muss die Präzisions-Nutmutter durch das drehmomentgesteuerte Anziehen der Gewindestifte gegen Verdrehen gesichert werden.

 
 

Die Eigenschaften der Lager gelten nur bei Einhaltung der in den Maßtabellen vorgegebenen Vorspannkräfte. Die hierfür erforder­lichen Anziehdrehmomente können für INA-Präzisions-Nutmuttern ebenfalls den Maßtabellen entnommen werden.

 
   
achtung  

Bei Verwendung anderer geeigneter Nutmuttern sind die Herstellerangaben für die Ermittlung des erforderlichen Anziehdrehmomentes zu beachten!

 
 

Nur Nutmuttern mit einer Mindest-Planlaufgenauigkeit der Stirnfläche zum Gewinde von 5 μm verwenden!

 
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Befestigungsschrauben

 

Die Befestigungsschrauben für den Außenring sind kreuzweise anzuziehen. Dabei dürfen sie bis zu 70% ihrer Streckgrenze beansprucht werden.

 
 

Bei der Abstützung des Lageraußenringes durch einen zusätzlichen Gehäusedeckel auf ausreichende Dimensionierung der Befestigungsschrauben achten.

 
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Schrägkugellager-Einheiten einbauen

 

Schrägkugellager-Einheiten ZKLR müssen nach dem Einbau nicht mehr vorgespannt werden. Deshalb genügt für ihre Fixierung auf der Gewindespindel häufig schon eine spielfreie Klemmung.

 
   
achtung  

Die Art der axialen Befestigung hängt von der zu übertragenden Last ab!

 
 

Als Anschlusskonstruktion reicht eine gefräste plane, gegebenenfalls auch unbearbeitete Anschraubfläche ohne radiale Zentrierung aus!

 
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Einbau

 

Lagereinheit mit Nutmutter Medias/00016410_mei_in_0k_0k.gif oder spielfreier Klemmung auf der Gewindespindel Medias/00016411_mei_in_0k_0k.gif fixieren, Bild 17.

 
 

Lagereinheit an die Anschlusskonstruktion schrauben; Schrauben nur handfest anziehen Medias/00016412_mei_in_0k_0k.gif.

 
 

Mutter des Gewindetriebs Medias/00016413_mei_in_0k_0k.gif in Richtung Lagereinheit verfahren (die Lage des Gewindetriebs ist über die Linearführung die Referenz, die Mutter dient als Funktionselement zum Ausrichten). Das Lager stellt sich dabei selbsttätig in die optimale Radial-Position ein (bedingt durch die Zwangskräfte der Referenz).

 
 

Lagereinheit mit vorgeschriebenem Anziehdrehmoment nach Montagezeichnung an die Anschlusskonstruktion schrauben Medias/00016414_mei_in_0k_0k.gif.

 
   
ZKLR
Medias/00016410_mei_in_0k_0k.gif Nutmutter
Medias/00016411_mei_in_0k_0k.gif Gewindespindel
Medias/00016412_mei_in_0k_0k.gif Befestigungsschrauben handfest anziehen
Medias/00016413_mei_in_0k_0k.gif Mutter des Gewindetriebs
Medias/00016414_mei_in_0k_0k.gif Befestigungsschrauben anziehen

Bild 17
Einbau der Lagereinheit

 

imageref_50793995_de_de.gif

 
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